Die Altstadt ist tot – lang lebe die Altstadt!

erstellt am: 28.05.2016 | von: Johannes Jungilligens | Kategorie(n): Standpunkte

Die Mönchengladbacher Altstadt hat seit Längerem mit diversen Problemen zu kämpfen. Trotz vieler engagierter Initiativen und positiver Entwicklungen erscheint vielen das Gladbacher Nachtlebens eher auf dem absteigenden Ast. Anlässlich der Schließung der Disko „Rossi“ fordern wir Jusos jetzt neue Anstrengungen für eine attraktive und lebenswerte Altstadt.

Waldhausener Str. © Sebastian Laumen/fotostock.jusos-mg.de

Waldhausener Str.
© Sebastian Laumen/fotostock.jusos-mg.de

„Die Schließung des ‚Rossi‘ ist symptomatisch für die Entwicklung der Gladbacher Altstadt in den letzten Jahren. Es gibt zwar viele Positivbeispiele – hervorzuheben sind hier unter anderem die Kulturküche mit den darum entstehenden Projekten oder die neue ‚Freiluftgalerie‘ – aber im Großen und Ganzen verliert das Leben in der Altstadt weiter an Attraktivität. Dabei wäre ein abwechslungsreiches und ansprechendes Angebot ein riesiger Pluspunkt für junge Menschen“, fasst unsere Vorsitzende Josephine Gauselmann unsere Analyse zusammen. Wir monieren, dass zwar quer durch die politischen Lager Einigkeit darüber herrscht, dass die Abwanderung junger Erwachsener gestoppt werden müsse, die konkreten Schritte dann meist doch nur auf ‚klassische‘ Fragestellungen abzielen.  In vielen Bereichen – ob in der Unternehmensansiedlung, im Wohnungsbau oder der Stadtentwicklung – wird immer wieder auf die Wichtigkeit der Mönchengladbacher Attraktivität für junge Menschen hingewiesen. Dabei gehört aber aus unserer Sicht auch ein Nachtleben mit Clubkultur dazu, das einer Großstadt würdig ist. Als Sprachrohr der Jugend in der Politik fordern wir daher koordinierte Anstrengungen, die unter anderem einen klaren Plan zur Verbesserung der Altstadt hervorbringen sollen.

Nachtaktiv: Einer der Tage, an denen die Altstadt ihr Potential zeigt. © Sebastian Laumen/fotostock.jusos-mg.de

Nachtaktiv: Einer der Tage, an denen die Altstadt ihr Potential zeigt.
© Sebastian Laumen/fotostock.jusos-mg.de

Dabei haben wir aber auch Lob für die bereits bestehenden Initiativen: Das Altstadtlabor und die Altstadtinitiative arbeiten intensiv und engagiert an Verbesserungen, aber ein ‚Masterplan Altstadt‘ fehlt bisher. Das liegt auch an der stiefmütterlichen Haltung der Politik diesem Thema gegenüber. Der Vorschlag daher: Ein zeitnah eingerichteter, regelmäßig stattfindender und vor allem politisch ernstgenommener Runder Tisch, dessen Forderungen dann nicht im Sande verlaufen dürften. Dieser Runde Tisch könne sich an bestehende Formate andocken oder in einer ganz neuen Konstellation zusammengesetzt sein – wichtig sei nur, dass das Thema ‚Altstadtentwicklung‘ schnellstmöglich auf angemessenem Niveau behandelt wird. Dazu gehört auch die Bereitschaft, Geld zur Verfügung zu stellen und den Gedanken der „Quartiersentwicklung“ auf die Altstadt herunterzubrechen: Waldhausener Str., Alter Markt und Umgebung sind eben kein normales Stadtgebiet, sondern genießen eine Sonderstellung. Diese muss sich auch im politischen Willen widerspiegeln und konsequent zu Ende gedacht werden: Eine schöne Altstadt mit guten Angeboten und Events wertet auch die gesamte Innenstadt, vor allem die obere Hindenburgstraße auf.

Hier findet ihr unsere Pressemitteilung dazu: PM 2016-05-28 Die Altstadt ist tot – lang lebe die Altstadt!

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