Juso-Diskussion: Kultur braucht Freiraum!

erstellt am: 04.06.2016 | von: josiegauselmann | Kategorie(n): Standpunkte

In der vergangenen Woche haben sich die Jusos Mönchengladbach verstärkt mit den Anforderungen und den Herausforderungen der jungen Kulturszene in der Stadt auseinandergesetzt. Bei einer offenen Vorstandssitzung informierte sich die Parteijugend über das Projekt „Hotel Oberstadt“ und diskutierte unteranderem mit Sozialdezernentin Dörte Schall über die Probleme der lokalen Jugendkulturszene.

Margarethengarten als sozialer Treffpunkt © Sebastian Laumen/fotostock.jusos-mg.de

Margarethengarten als sozialer Treffpunkt
© Sebastian Laumen/fotostock.jusos-mg.de

Neben der klassischen Kultur muss auch alternative und Jugendkultur in der politischen Diskussion eine angemessene Vertretung finden. Zwar gibt es in der Stadt einen Fördertopf über 100 000€ für die freie Kulturszene, dieser wird aber aufgrund des komplizierten Antragsverfahrens nicht vollständig ausgeschöpft. Auch der Informationsfluss zwischen Kulturschaffenden und Verwaltung sei verbesserungswürdig. Oft fehle der direkte Draht von Kulturschaffenden mit ihren Forderungen zu den Politikgestaltenden mit ihren Möglichkeiten. Die Jusos Mönchengladbach kritisieren die Tatsache, dass diese Förderungsmöglichkeit nicht niederschwellig genug zur Verfügung steht. „Die Antragstellung ist ohne Hilfe oft nicht möglich. Wer nicht gerade Soziale Arbeit oder Kulturpädagogik studiert, ist mit dem Latein schnell am Ende. Langfristig sehen wir die Aufgabe bei Politik und Verwaltung, dieses Verfahren zu vereinfachen. Bis dahin sollten AnprechpartnerInnen zur Verfügung stehen“, erklärt Gauselmann. Darüber hinaus fordern die Jusos die Errichtung eines Technik-und Informationspools: „Wenn man genau hinsieht, ist der Bedarf an vielen Stellen gleich. Es fehlen Räume, in denen nicht-kommerzielle kulturelle Angebote stattfinden können, die nötige technische Infrastruktur und die finanzielle Starthilfe. Diese Hürden könnte die Stadt nehmen, in dem sie eine Liste mit möglichen Räumen in zentraler Lage zur Verfügung stellt, auf die die Kulturschaffenden zugreifen können. Ein zentraler, städtischer Technik-Pool mit Veranstaltungsequipment würde zudem die Kosten für den Verleih solcher Technik schmälern und auch diese Barriere nehmen.“

„Die junge, kreative Szene gestaltet die Stadt sichtbar mit. Diese Art der Kulturarbeit ist bürgerschaftliches Engagement in Reinform: BürgerInnen nehmen den Stab des Handelns selbst in die Hand und erschaffen, was ihnen fehlt. Politik und Verwaltung müssen diese Entwicklung als wirkliche Chance auf Veränderung begreifen, wertschätzen und unterstützen“, so das Vorstandsmitglied Sarah Mohamed zur Diskussion.

Die Pressemitteilung findest du hier: PM 2016-06-02 Juso-Diskussion Kultur braucht Freiraum

Einen Kommentar hinterlassen




Kommentar*

leider notwendig: SPAM-Schutz * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

zum Seitenanfang
Datenschutz | Impressum | Kontakt

Copyright © 2017 Jusos Mönchengladbach - alle Rechte vorbehalten